Fotoausstellung: Moria. System. Zeugen.

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Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Öffnungszeiten pro Tag:

 

 

Montag, 27.09.2021 | 14-16 Uhr
Dienstag, 28.09.2021 | 14-18 Uhr
Mittwoch, 29.09.2021 | 14-16 Uhr
Donnerstag, 30.09.2021 | 14-18 Uhr
Freitag, 01.10.2021 | 14-16 Uhr
Samstag, 02.10.2021 | 10-13 Uhr (während der Marktzeit)
Montag, 04.10.2021 | 14-16 Uhr
Dienstag, 05.10.2021 | 14-18 Uhr

 

»Wir haben viele Bewohner in Moria durch Gewalt und Mord verloren. Menschen, die durch die Hand anderer Lagerinsassen gestorben sind. Aber es hat keinen interessiert.«

Ein Jahr nach dem Brand in Moria steht eine politische und juristische Aufarbeitung der Katastrophe aus. Martin Gerner nimmt uns mit den Fotos der Ausstellung an den Tatort mit. Der Weg durch die Johanniskirche am Markt spiegelt die Reise durch den Ort des Geschehens wieder.

Die Gegenüberstellung der verschiedenen Perspektiven öffnet Türen zum Verständnis der vielfältigen Spannungen. Fotografien und Erzählungen zeugen von der kulturellen Verwirrung zwischen den Akteur:innen vor Ort, aber auch von Annäherung und möglichen Auswegen aus der Schockstarre der europäischen Asylpolitik. Martin Gerner zeigt auf, wie sich ein kollektives Gedächtnis zum Fall Moria herausbilden kann, welches Mahnung mit Hoffnung verbindet.

Der Fotograf zeigt in aller Tiefe die Lebenslagen der Menschen im völlig überbelegten Massenlager auf Lesbos, das vor knapp einem Jahr fast vollständig abbrannte. Das Leben dieser Menschen hat eine Geschichte, die wir nicht zu verstehen vermögen. Durch die Ausstellung wird einem genau das noch einmal vor Augen geführt. Auch nach einem Jahr soll und darf nicht vergessen werden, was in Moria vorgefallen ist.

 

//interkulturelle-woche-hagen.de/wp-content/uploads/2021/08/IKW_Hagen_Fotoausstellung2.jpgFoto: Martin Gerner

»Es ist ein Buch der Aufklärung darüber, warum die europäische Flüchtlingspolitik hinten und vorn nicht funktioniert und darüber, wie sie funktionieren könnte. Dieses Buch ist eine Dokumentation über die katastrophalen Zustände in Moria und auf Lesbos, es ist ein Buch über Hilfe und Hilflosigkeit.«(Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung)

Martin Gerner, Autor, Fotograf, Konfliktforscher, ist kürzlich von einer erneuten Recherche auf Lesbos zurückgekehrt.  Er kennt zahlreiche Kriegs- und Konfliktgebiete aus eigener Erfahrung und recherchiert auf Lesbos und entlang der Balkanroute zu Fluchtursachen und Migration. Dabei dokumentiert er seine Begegnungen regelmäßig in Textform und mit Fotografien. In Afghanistan und im Irak hat er viele Jahre lang am Aufbau von Presse- und Meinungsfreiheit und einer neuen Zivilgesellschaft mitgewirkt. Sein Dokumentarfilm ‚Generation Kunduz‘ ist vielfach international ausgezeichnet.

 

 

Details

Beginn:
27. September| 14:00
Ende:
5. Oktober| 18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Ev.-Lutherische Stadtkirchengemeinde Hagen
Integrationsagentur der Diakonie Mark-Ruhr gemeinnützige GmbH

Veranstaltungsort

Johanniskirche am Markt
Johanniskirchplatz 10
58095 Hagen, NRW Deutschland
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